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01. Juli 2026

GLP JDC2 IP und MAD MAXX prägen Lichtdesign der Bad Bunny Stadiontour

Auf den internationalen Shows der „Debí Tirar Más Fotos Tour“ kamen 136 JDC2 IP und 14 MAD MAXX zum Einsatz. GLP-Lösungen verbanden monumentale Stadionwirkung mit präzisem rhythmischem Zugriff

Als Bad Bunny im November 2025 seine „Debí Tirar Más Fotos Tour“ startete, brachte er ein Album auf die Bühne, dessen Bedeutung weit über den Popkontext hinausreichte. Debí Tirar Más Fotos war Anfang des Jahres mit dem Grammy 2026 als Album of the Year ausgezeichnet worden – als erstes spanischsprachiges Album überhaupt. Die Tour übertrug den Anspruch des Albums konsequent ins Live-Show-Format: Mehr als 50 Stadion-Shows in knapp 20 Ländern auf vier Kontinenten verlangten nach einem Lichtdesign von außergewöhnlicher Dimension.

Verantwortlich dafür war Lighting Designer Marcus Jessup. Seine Karriere begann bereits mit 14 Jahren im Produktionsumfeld einer großen Kirche, wo er früh mit nahezu allen Bereichen der Live-Produktion in Berührung kam. Es folgten Ausbildungen an der Indiana State University und der Full Sail University sowie eine Station bei Everlast Productions in Miami. Dort vertiefte Jessup sein Know-how in unterschiedlichen Disziplinen der Veranstaltungstechnik, bevor er in den Touring-Bereich wechselte. Die „Debí Tirar Más Fotos Tour“ ist die bislang größte Produktion seiner Laufbahn.

Gestalterisch setzt Jessup allerdings nicht beim Lichtrigg an, sondern bei der Bühne. Für Bad Bunny entwickelte er aus der emotionalen Welt des Albums heraus ein Konzept, das von Kontrasten lebt: große, weit ausgreifende Bilder für die Stadiondimension auf der einen Seite, bewusst reduzierte, beinahe intime Momente auf der anderen. Diese Spannweite zwischen Spektakel und Reduktion prägt die gesamte Show – stets eng an Musik, Dramaturgie und Künstler gebunden.

Ein Design für eine reine Stadiontour folgt natürlich anderen Regeln als ein Arena- oder Hallensetup. Die Größe der Venues eröffnet enorme gestalterische Möglichkeiten, stellt aber auch hohe Anforderungen an Kontrolle und Dosierung. Ein Stadion schluckt viel Licht. Entscheidend ist deshalb nicht allein, wie viel Leistung ein Rigg zur Verfügung stellt, sondern wann diese Leistung ausgespielt wird – und wann nicht.

Für die internationalen Shows setzte Jessup auf zwei Lichtlösungen von GLP, die zu zentralen Werkzeugen seines Designs wurden: 136 JDC2 IP und 14 MAD MAXX. Die Anforderungen waren eindeutig: Die Fixtures mussten für große Dimensionen geeignet sein, viel Leistung liefern und eine eigenständige visuelle Signatur mitbringen. GLP JDC2 IP und MAD MAXX erfüllten diese Aufgabe auf unterschiedliche, einander ergänzende Weise.

Der MAD MAXX war im Design für die ganz großen Szenen zuständig. Mit einem Output von bis zu 68.000 Lumen aus einem Array von 19 leistungsstarken LEDs erzeugt der Scheinwerfer massive Lichtsäulen, die sich über die gesamte Stadionbreite hinweg klar behaupten und Lichtbilder weit in den offenen Himmel zeichnen. Wenn die 14 MAD MAXX synchron nach oben fahren, wirkt das weniger wie ein klassischer Moving-Head-Look als vielmehr wie ein architektonisches Element aus Licht. Im Rigg war der MAD MAXX die stärkste Quelle – mit genügend Durchsetzungskraft, um sich gegenüber allen anderen Scheinwerfern im Design klar abzusetzen.

Auch seine besondere Beam-Charakteristik spielte eine wichtige Rolle. Der MAD MAXX war zum Zeitpunkt der Tour noch eine vergleichsweise neue Ergänzung im GLP-Portfolio und brachte genau jene visuelle Eigenständigkeit mit, die Jessup suchte. Sein Look erinnert an die weitreichenden Searchlights früherer Generationen, übersetzt diese Ästhetik jedoch in ein modernes Moving-Head-System. Gerade auf Stadiondistanzen bleibt dieser Charakter deutlich erkennbar und verleiht den großen Bildern der Show eine klare, unverwechselbare Handschrift.

Während der MAD MAXX die vertikale Größe und Reichweite des Designs bestimmte, lieferten die 136 JDC2 IP dessen rhythmische Struktur. Der hybride LED-Scheinwerfer kombiniert einen leistungsstarken weißen Strobe mit großflächigen RGB-Farbflächen und unabhängig steuerbaren Segmenten. Damit geht der JDC2 IP weit über die klassische Strobe-Funktion hinaus. Durch die zonenbasierte Ansteuerung lassen sich interne Animationen, Bewegungen und grafische Abläufe erzeugen, die dem Design Tiefe und Dynamik geben, ohne ausschließlich auf den motorisierten Tilt des Geräts angewiesen zu sein.

Diese Verbindung aus Strobe-Intensität, Wash-Funktionalität und segmentierter Kontrolle machte den JDC2 IP zu einem besonders vielseitigen Werkzeug innerhalb der Show. In den energiegeladenen Passagen sorgte er für harte Akzente, starke Silhouetten und präzise rhythmische Impulse. In den ruhigeren Momenten ermöglichte er feinere Farbverläufe, grafische Muster und kontrollierte Bewegungen, die das Bühnenbild strukturierten, ohne es zu überladen.

Trotz der enormen Dimension blieb das Lichtdesign bewusst musikorientiert. Die eingesetzten Scheinwerfer sollten die emotionale Dramaturgie der Show tragen, nicht überdecken. Viele der stärksten Momente entstanden gerade dadurch, dass Größe, Helligkeit und Bewegung nicht permanent ausgespielt wurden, sondern gezielt dann, wenn Musik und Performance den Raum dafür öffneten.

Auf den internationalen Shows der „Debí Tirar Más Fotos Tour“ gab die Kombination aus JDC2 IP und MAD MAXX Jessup die nötige Bandbreite für genau diesen Ansatz. Der MAD MAXX lieferte Reichweite, Präsenz und monumentale vertikale Bilder für die größten Stadien der Welt. Der JDC2 IP brachte Kontrolle, Rhythmus und grafische Vielseitigkeit in die detailreiche visuelle Sprache der Show. Gemeinsam bildeten beide GLP-Systeme das Rückgrat eines Designs, das große Stadionwirkung und musikalische Präzision überzeugend miteinander verband.

Kategorie
Konzert & Touring
Lichtdesign
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Bilder
Evangelina Bertello | Movingthroughspaceof
GLP JDC2 IP und MAD MAXX prägen Lichtdesign der Bad Bunny Stadiontour
Bilder: Evangelina Bertello | Movingthroughspaceof
GLP JDC2 IP und MAD MAXX prägen Lichtdesign der Bad Bunny Stadiontour
Bilder: Evangelina Bertello | Movingthroughspaceof
GLP JDC2 IP und MAD MAXX prägen Lichtdesign der Bad Bunny Stadiontour
Bilder: Evangelina Bertello | Movingthroughspaceof
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