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08. September 2026

Um 90 Grad neu gedacht mit GLP WildBar 16 und impression X5 Compact

Leo Herrmann inszeniert die 32 Meter breite Bühne des Kaufbeurer Rockmusicals HERILO 

Für die fünf Aufführungen des Rockmusicals HERILO – Das Rad dreht sich weiter vom 28. Juni bis 5. Juli 2026 gestaltete Lichtdesigner Leo Herrmann von Lumenlabor in der energie schwaben arena Kaufbeuren einen rund 32 Meter breiten Bühnenraum. Mit einer symmetrischen Lichtarchitektur aus 128 GLP WildBar 16 und 64 GLP impression X5 Compact konzentrierte er das Licht auf die außergewöhnlich breite Spielfläche. „Ich wollte die Arena nicht einfach beleuchten – ich wollte den Bühnenraum neu definieren“, sagt Herrmann.

HERILO ist ein eigens für Kaufbeuren entwickeltes Musical, das Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Stadt miteinander verbindet. Im Zentrum steht die sagenumwobene Figur Herilo, die in der lokalen Überlieferung eng mit Kaufbeuren und dem heutigen Stadtteil Hirschzell verbunden ist. Mittelalterliche Szenen treffen auf moderne Lebenswelten und eigens komponierte Musik.

Initiiert und entwickelt wurde das Projekt von Katharina und Wolfgang Wiedemann. Ein professionelles Kreativteam und rund 100 Mitwirkende auf und hinter der Bühne realisierten die Produktion. Für die Aufführungen wurde die energie schwaben arena mit Live-Band, Orchester, großformatiger LED-Videotechnik und einer 32m breiten Bühne in ein temporäres Musicaltheater verwandelt. Das Licht- und Rigging-Material für die Produktion lieferte Kaiser Showtechnik aus Augsburg.

Der Raum steht am Anfang des Lichtdesigns

Herrmann übernahm das Lichtdesign 2026 erstmals. Da er die Produktion im Vorjahr nicht betreut hatte, konnte er ohne Bindung an das bestehende Konzept an die Aufgabe herangehen. Sein Ausgangspunkt war dabei nicht die Auswahl einzelner Scheinwerfer, sondern die Spielstätte selbst: „Für mich beginnt gutes Lichtdesign immer mit dem Raum – nicht mit den Scheinwerfern“, erklärt der Designer. „Ich wollte kein bestehendes Konzept übernehmen, sondern zunächst analysieren, welche Möglichkeiten die Arena tatsächlich bietet.“

Bereits bei der ersten Besichtigung erkannte er, dass das bisherige Bühnenlayout die räumlichen Möglichkeiten der Halle nicht vollständig nutzte. Deshalb entschied er sich für eine grundlegende Veränderung: Die gesamte Produktion wurde um 90 Grad gedreht und entlang der Längsseite der Arena ausgerichtet.

Drehung eröffnet 32 Meter Bühnenbreite

Durch die neue Ausrichtung entstand ein 32 Meter breiter Bühnenraum. Die Anordnung verbesserte die Sichtachsen und die Besucherkapazität und gab Herrmann die Möglichkeit, die gesamte Breite und Tiefe der Spielfläche gestalterisch zu nutzen. Sein Lichtdesign konzentrierte sich dabei bewusst auf die Bühne und ihre neu geschaffene Geometrie, aus welcher Herrmann eine vollständig symmetrische Lichtarchitektur mit vier identisch aufgebauten Traversen entwickelte. Die einzelnen Positionen programmierte er nicht als voneinander getrennte Einheiten, sondern behandelte die gesamte Konstruktion wie ein zusammenhängendes Instrument.

So ließ sich das Licht über die gesamte Bühnenbreite hinweg präzise führen und zugleich räumlich denken. Darsteller, Bühnenarchitektur, Musik und Video wurden als Bestandteile eines gemeinsamen Gesamtbildes behandelt.

„Die Drehung war letztlich die Grundlage für das gesamte Lichtkonzept“, sagt Herrmann. „Sie hat neue Perspektiven geschaffen, die Sichtachsen verbessert und uns wesentlich mehr gestalterische Freiheit gegeben.“

WildBar 16 und impression X5 Compact verbinden Theaterlicht mit Rock-’n’-Roll-Dynamik

Für die symmetrische Lichtarchitektur setzte Herrmann 128 GLP WildBar 16 und 64 impression X5 Compact ein. Beide Scheinwerfertypen übernahmen Aufgaben in der szenischen Beleuchtung ebenso wie dynamische Effekt-Cues. Damit konnte Herrmann die theatralischen Passagen des Musicals genauso gestalten wie die treibenden, teilweise stark von Gitarren geprägten musikalischen Momente.

Die lineare Bauform der WildBar 16 nutzte er, um die Breite der Bühne zu betonen, klare grafische Strukturen zu schaffen und die räumliche Tiefe der Szenen sichtbar zu machen. „Die WildBar 16 war für mich das perfekte Werkzeug, um Architektur und Tiefe auf der Bühne abzubilden“, erklärt Herrmann. „Die klaren Linien führen den Blick des Publikums und unterstützen die Wirkung der rund 32 Meter breiten Spielfläche.“

Die impression X5 Compact ergänzten diese grafische Struktur um flexibel formbares Licht für unterschiedliche Szenen und Stimmungen. Ursprünglich hatte Herrmann die größeren impression X5 vorgesehen, die sich aufgrund ihres Gewichts jedoch nicht innerhalb der geplanten Konstruktion einsetzen ließen. Mit den X5 Compact stand ihm eine kompaktere Alternative zur Verfügung, ohne dass er auf die farbliche Abstimmung innerhalb des GLP-Portfolios verzichten musste.

„Mir war wichtig, dass die Scheinwerfer aus demselben Haus kommen – vor allem wegen der Farben“, sagt Herrmann. „Die WildBar 16 und die X5 Compact ließen sich dadurch sehr gut miteinander kombinieren. Wir hatten Musicalszenen mit schönem, theatralischem Licht, über die ich Rock-’n’-Roll-Cues gefahren habe. Dafür konnte ich sowohl die X5 Compact als auch die WildBar 16 gleichermaßen zur Ausleuchtung und als Effektlicht einsetzen.“

Licht und Video sprechen eine gemeinsame Sprache

„Im Vorjahr befand sich zusätzlich eine großformatige LED-Wand hinter dem Orchester. Für die diesjährige Inszenierung habe ich mich jedoch bewusst gegen diese Lösung entschieden. Mir war wichtig, keine Silhouetten von Instrumenten, Backline oder den Musikerinnen und Musikern vor der Videofläche zu erzeugen. Stattdessen sollte sich die gesamte visuelle Aufmerksamkeit auf die zentrale Spielfläche konzentrieren“, erklärt der Designer.

Auch das Licht sollte die Inhalte der LED-Fläche nicht dominieren. Stattdessen führte es Farben, Formen und Stimmungen des digitalen Bildes auf der Bühne weiter. So gingen Videoinhalte und Lichtgestaltung visuell ineinander über.

„Für mich gehören Licht und Video untrennbar zusammen“, erklärt Herrmann. „Das Licht sollte die Inhalte der LED-Wand in den Bühnenraum hinein verlängern. Wenn das Publikum das Gesamtbild wahrnimmt und nicht darüber nachdenkt, wo Licht endet und Video beginnt, dann habe ich mein Ziel erreicht.“

Um 90 Grad neu gedacht mit GLP WildBar 16 und impression X5 Compact
Bilder: Kreativstusio Kotonski
Um 90 Grad neu gedacht mit GLP WildBar 16 und impression X5 Compact
Bilder: Kreativstusio Kotonski
Um 90 Grad neu gedacht mit GLP WildBar 16 und impression X5 Compact
Bilder: Kreativstusio Kotonski
Um 90 Grad neu gedacht mit GLP WildBar 16 und impression X5 Compact
Bilder: Kreativstusio Kotonski
Um 90 Grad neu gedacht mit GLP WildBar 16 und impression X5 Compact
Bilder: Kreativstusio Kotonski
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