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29. Juli 2026

GLP JDC Burst 1 prägen Tigercubs bisher größte Show im Londoner KOKO

26 GLP JDC Burst 1 ermöglichten Lichtdesigner John Rogers ein vielseitiges Showdesign aus Schattenspiel, satten Farben und druckvollen Effekten – und füllten das historische Londoner KOKO ganz ohne LED-Video

Als das Rocktrio Tigercub aus Brighton Anfang des Jahres im Londoner KOKO seine bis dahin größte Headliner-Show spielte, musste auch das Lichtdesign dieser besonderen Bühne gerecht werden. Das 2026 veröffentlichte Album Nets to Catch the Wind war vom Grammy-nominierten Produzenten Tom Dalgety produziert worden, der unter anderem durch seine Arbeit mit den Pixies, Ghost und Royal Blood bekannt ist. Entsprechend hoch waren die Erwartungen. Lichtdesigner John Rogers antwortete mit einem Lichtdesign, das konsequent um einen einzigen Scheinwerfertyp herum entwickelt worden war: den GLP JDC Burst 1.

Rogers, ein in London ansässiger Lichtdesigner und Director mit jahrzehntelanger Touring-Erfahrung, kam über eine Empfehlung zu dem Projekt. Das Briefing war klar: „Das war zu diesem Zeitpunkt die größte Show, die Tigercub je gespielt hatten, und sie wollten zeigen, dass sie es ernst meinen“, sagt Rogers.

Starke Looks statt LED-Video

In einer frühen Planungsphase stand die Frage im Raum, ob die Band für das rund 1.500 Zuschauer fassende KOKO eine Videowand benötigen würde. Rogers war überzeugt, dass es auch anders geht. „Ich war der Meinung, dass sie das Budget besser in die richtigen Scheinwerfer investieren sollten. Mit einem starken Lichtdesign konnten wir genügend visuelle Wirkung erzeugen, um den Raum zu füllen – ohne die Kosten für eine Videowand und die dazugehörige Content-Produktion“, erklärt er.

Entscheidend war daher die Wahl des passenden Geräts. Die Antwort fand Rogers bei einem von Sam Hooper bei Christie Lites organisierten Shootout. „Als ich den JDC Burst 1 eingeschaltet habe, habe ich aufgehört, mir die anderen Optionen anzusehen. Er war der klare Gewinner“, so Rogers.

Schattenspiel als zentrales Gestaltungsmotiv

Das finale Design nutzte Schatten als zentrales visuelles Motiv und griff damit die Ästhetik des Tigercub-Albumartworks auf. Insgesamt 26 JDC Burst 1 wurden in einer abgestuften Anordnung über die Bühnentiefe verteilt. Zwei zusätzliche Säulen links und rechts der Bühne dienten als seitliche Lichtpositionen. Die Show begann mit einem schwarzen Kabuki-Gaze-Vorhang an der Bühnenvorderkante, den die JDC Burst 1 von hinten durchleuchteten. Durch den motorisierten Tilt von 185 Grad konnte Rogers die Geräte flexibel einsetzen – je nach Song entweder zur Beleuchtung des Bandlogo-Backdrops oder als Gegenlicht für die Musiker.

„Ich brauchte einen Scheinwerfer, der genug Punch hat, um Schatten auf Wände zu werfen, der aber gleichzeitig Keylight- und Eye-Candy-Aufgaben übernehmen kann. Mein Ziel war ein möglichst einfaches Design mit idealerweise nur einem Gerätetyp, der all diese Aufgaben sehr gut erfüllt. Der JDC Burst 1 passte dafür perfekt“, sagt Rogers.

Der JDC Burst 1 ist ein hybrider LED-Strobe, der eine weißlichtbasierte Strobe-Linie mit zwölf einzeln ansteuerbaren Segmenten und zwei RGBW-LED-Flächen kombiniert. Für die Tigercub-Show wurde das Gerät durchgehend im vollen 249-Kanal-Modus betrieben. Das gesamte Rigg – bestehend aus den 26 JDC Burst 1 sowie den im KOKO vorhandenen House-Fixtures – ließ sich komfortabel über eine grandMA3 light steuern; eine zusätzliche Processing-Einheit war nicht erforderlich.

Die Reaktion der Band bestätigte Rogers in seinem Ansatz. „Am Tag nach der London-Show bekam ich eine Nachricht von der Managerin der Band. Sie schrieb, sie habe sich die Intro-Sequenz wegen des Kabuki-Drops und des Zusammenspiels von Licht, Band und allem anderen bestimmt 100 Mal angesehen. Für sie sei das pure Freude gewesen“, erzählt Rogers.

Vom KOKO auf internationale Bühnen

Inzwischen wurde das Design auch ins Gramercy Theatre in New York City übertragen, wo Tigercub am 13. Mai eine Fly-Date-Show spielten – unterstützt durch Christie Lites auf beiden Seiten des Atlantiks. Für den rund 650 Zuschauer fassenden Raum wurde das Setup verkleinert, das Grundkonzept blieb jedoch erhalten. Auch für die Europatour, die von Oktober bis Mitte November 2026 läuft, soll der JDC Burst 1 im Zentrum des Riggs bleiben. „Diese Looks lassen sich absolut auch mit weniger Geräten auf kleinere Bühnen übertragen“, sagt Rogers. „Die Effekte und die Ästhetik bleiben sehr gut reproduzierbar, weil die JDC Burst 1 so hell sind.“

Für Rogers steht die KOKO-Show beispielhaft für genau jene Ergebnisse, auf die ein Lichtdesigner hinarbeitet. „Es macht unglaublich viel Spaß, ein Projekt von den ersten Gesprächen mit der Band über die Zeichnungen und die Auswahl der richtigen Scheinwerfer bis zur fertigen Show zu begleiten“, sagt Rogers. „In diesem Fall sah das Ergebnis auf der Bühne genau so aus, wie ich es mir vorgestellt hatte. Wenn das gelingt – und die Band am Ende begeistert ist –, kann man sich kein besseres Ergebnis wünschen.“

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Konzert & Touring
Lichtdesign
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GLP JDC Burst 1 prägen Tigercubs bisher größte Show im Londoner KOKO
Bilder: Fran Parry
GLP JDC Burst 1 prägen Tigercubs bisher größte Show im Londoner KOKO
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