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22. Juli 2026

GLP TWYN als verbindendes Element im Lichtdesign von Vasco Rossis Stadiontour 2026

Lichtdesigner Giovanni Pinna setzt 40 TWYN als Verbindung zwischen mehreren Scheinwerfertypen ein – Lucidiscena liefert mehr als 300 GLP-Produkte für Italiens größte Live-Produktion des Jahres 2026

Vasco Rossi zählt zu den beständigsten und erfolgreichsten Live-Künstlern Italiens. Der Sänger und Songwriter hat mehr als 35 Millionen Tonträger verkauft; seine Stadionkonzerte gehören regelmäßig zu den größten Produktionen des Landes. Seine Tournee 2026 führte durch zahlreiche Stadien vom Norden bis in den Süden Italiens. Hinzu kamen zwei Sonderproduktionen im Stadio Romeo Neri in Rimini, für deren Vorbereitung allein jeweils ein Monat erforderlich war.

Das Tour-Rig umfasste insgesamt mehr als 700 Scheinwerfer, darunter über 300 Produkte von GLP. Sie kamen auf einer Bühne zum Einsatz, die Abend für Abend die Dimensionen italienischer Fußballstadien ausfüllte. Im Zentrum der GLP-Auswahl stand ein von Lichtdesigner Giovanni Pinna entwickeltes Konzept aus vier Scheinwerfertypen: GLP TWYN, GLP JDC Burst 1, GLP Creos und GLP impression X5 IP Maxx. Die vier unterschiedlichen Produkte wurden gezielt so ausgewählt, dass sie gemeinsam als einheitliches System funktionieren.

Designphilosophie mit klarer Linie

Giovanni Pinna gestaltet das Licht für Vasco Rossi seit mehr als 30 Jahren. Seine Erfahrung deckt die gesamte Bandbreite der Live-Produktion ab – von Konzerten dieser Größenordnung über Modenschauen und Architekturinstallationen bis hin zur Zusammenarbeit mit internationalen Acts wie Bruce Springsteen, Prince und Frank Zappa.

Dem Tour-Rig 2026 lag eine Designphilosophie zugrunde, die Pinna im Laufe seiner Karriere immer weiter verfeinert hat: möglichst wenige Scheinwerfertypen einzusetzen, um die Programmierung zu vereinfachen, das visuelle Ergebnis zu schärfen und unter dem hohen Zeitdruck großer Produktionen flexibel zu bleiben. „Heute arbeite ich mit höchstens zwei oder drei Scheinwerfertypen“, sagt er. „Das macht die Programmierung einfacher und schneller. Und ich finde, dass es auch besser aussieht.“

Insgesamt kamen 40 TWYN, 100 JDC Burst 1, 40 Creos und 136 X5 IP Maxx zum Einsatz. Geliefert wurde es von Lucidiscena, einem seit 1999 tätigen italienischen Dry-Hire-Spezialisten unter der Leitung von CEO Pino Loconsole. Für Lucidiscena markiert die Vasco-Rossi-Tour einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung des Unternehmens und gleichzeitig eine Phase starken Wachstums. Neben der langjährigen Ausstattung von Opernhäusern und großen Theaterproduktionen deckt Lucidiscena inzwischen auch den italienischen Markt für Live-Konzerte und Großveranstaltungen umfassend ab. Zugleich stellt das Unternehmen zunehmend Dry-Hire-Equipment für große internationale Produktionen bereit.

TWYN als Bindeglied zwischen Creos und JDC Burst 1

Der TWYN ist ein Moving Head mit zwei Seiten, die jeweils direkt einem der anderen Scheinwerfer in Pinnas System entsprechen: Eine Seite bildet die Wash-Eigenschaften des Creos ab. Sie verfügt über eine 3 × 3 RGBL-LED-Matrix, einen motorisierten Zoombereich von 4° bis 53°, einen Lichtstrom von bis zu 4.060 Lumen und eine über GLP iQ.Gamut kalibrierte Farbwiedergabe. Die gleiche Farbmischung kommt auch im Creos und in der X5 Series zum Einsatz.

Die gegenüberliegende Seite des TWYN greift die Strobe- und Wash-Funktionen des JDC Burst 1 auf. 36 weiße LEDs liefern 22.800 Lumen, während 480 RGBW-LEDs weitere 12.400 Lumen erzeugen. Diese konstruktive Symmetrie weckte von Beginn an Pinnas Interesse. „Als ich den TWYN sah, beeindruckte mich vor allem, dass er zwei Seiten besitzt und damit zwei unterschiedliche Scheinwerfer in einem Gerät vereint“, sagt er. „Der TWYN stellt zwischen JDC Burst 1 und Creos eine sehr starke Verbindung her.“

Leistung im Stadionformat

Die 100 JDC Burst 1 sorgten in sämtlichen Stadien für die besonders kraftvollen Akzente des Designs. Jeder Scheinwerfer liefert 49.000 Lumen über seine Strobe-Beam-Line und 33.800 Lumen über die RGBW-Fläche. Hinzu kommen ein motorisierter Tilt-Bereich von 185° und 1.200 RGBW-LED-Pixel in 48 einzeln steuerbaren Segmenten. „Ich liebe den JDC Burst 1 wegen seiner Leistung und seiner Funktionen“, erklärt Pinna. „Bei Vasco Rossi sprechen wir von einem Künstler mit einer enormen musikalischen Wucht. Die Leistung des Scheinwerfers passt sehr gut zu diesem Künstler und zu diesem Umfeld, denn wir spielen ausschließlich in Stadien. In meinem Set befinden sich 100 JDC Burst 1.“

Die 40 Creos bildeten die Wash- und Bar-Ebene des Designs. Jeder Scheinwerfer erzeugt mit 18 × 40 Watt starken RGBL-LEDs einen Lichtstrom von 10.800 Lumen und bietet einen Zoombereich von 4° bis 50°. Der bei allen Geräten identische Pixelabstand ermöglicht es, mehrere Creos zu nahtlosen, homogenen LED-Linien zusammenzufassen. Diese Anordnung erwies sich gerade in den großen Dimensionen der Stadien als besonders wirkungsvoll. Gleichzeitig ließen sich die einzelnen Scheinwerfer weiterhin separat programmieren und für dynamische Looks einsetzen.

Die 136 impression X5 IP Maxx ergänzten das System um eine Wash- und Beam-Ebene, deren Wirkung weit über die Bühne hinaus bis auf die Tribünen reichte. Im Einsatz erzeugten sie eine Lichtwirkung, mit der sich die visuelle Dimension des Rigs deutlich über die Möglichkeiten der drei anderen Scheinwerfertypen hinaus erweitern ließ. „Sie füllten die gesamte Bühne mit Licht und erzeugten unglaublich kraftvolle Wash-Beams“, sagt Lucidiscena-CEO Pino Loconsole. „In bestimmten Momenten konnten sie sogar das gesamte Stadion einschließlich des Publikums ausleuchten und in Farbe tauchen. Damit hoben sie das visuelle Gesamtergebnis noch einmal auf ein völlig neues Niveau.“

Ein Rig wie aus einem Guss

In der praktischen Umsetzung fungierte der TWYN als dynamischer Multiplikator innerhalb des Rigs. „Der TWYN bildet die Verbindung zwischen Creos und JDC“, erklärt Lichtdesigner Giovanni Pinna. „Wenn ich mit dem Creos arbeite, kann ich den TWYN über seine LED-Seite einbeziehen. Arbeite ich mit dem JDC Burst, kann ich den TWYN wie einen JDC einsetzen. Er ergänzt beide Systeme und hilft uns enorm. Entscheidend ist die Verbindung, die seine beiden Seiten innerhalb dieser Dreiergruppe herstellen.“

So ließ sich das Rig als geschlossenes Ganzes programmieren und nicht als Kombination aus vier voneinander unabhängigen Scheinwerfertypen. „Indem ich die Zahl der eingesetzten Gerätetypen reduziere und den TWYN als Verbindung zwischen Creos und JDC Burst 1 nutze, steht mir je nach verwendeter Seite des TWYN praktisch die doppelte Menge des einen oder anderen Scheinwerfertyps zur Verfügung“, sagt Pinna. „Das beschleunigt die Arbeit und sorgt dafür, dass alles auch visuell besser zusammenpasst. Die Verbindung der beiden TWYN-Seiten führt die drei Scheinwerfertypen zusammen und lässt sie wie ein einheitliches Setup wirken.“

Zuverlässig im Tourbetrieb, gefragt im Rental

Lucidiscena nahm den TWYN eigens aufgrund von Pinnas Spezifikation für die Tour in seinen Rental-Bestand auf. Gemeinsam mit dem italienischen GLP-Vertriebspartner Alto Lighting stellte das Unternehmen sicher, dass die erforderliche Stückzahl rechtzeitig für die Produktion verfügbar war. „Die Technologie des TWYN hatte mich schon zuvor sehr fasziniert“, sagt Loconsole. „Als Giovanni die Geräte für die Tour anfragte, haben wir uns umgehend mit GLP abgestimmt, um das möglich zu machen. Die ersten Geräte trafen gerade noch rechtzeitig ein. Aufgrund ihrer Performance auf der Tour erweitern wir ihren Anteil in unserem Bestand bereits.“

Während der zehn regulären Stadionkonzerte und der erweiterten Produktionen in Rimini arbeiteten die GLP-Scheinwerfer über einen Zeitraum von rund zwei Monaten mit Aufbau, Proben und Konzerten ohne einen einzigen Ausfall. „Der TWYN hat sich im Tourbetrieb umfassend bewährt und eine außergewöhnlich hohe Zuverlässigkeit gezeigt“, sagt Loconsole. „Auch aus Wartungssicht ist er sehr unkompliziert. Er ist klein, kompakt und leistungsstark. Dank der Schutzart IP65 ist das Gehäuse vollständig geschlossen und sehr einfach zu reinigen.“ Mit einem Gewicht von 16 Kilogramm sowie endlosem 360°-Pan und Tilt ließ sich der TWYN zudem problemlos handhaben und innerhalb einer Tournee dieser Größenordnung flexibel neu positionieren.

Welche Wirkung das Konzept aus vier Scheinwerfertypen auch über die Tour hinaus entfaltete, zeigte sich bereits wenige Wochen nach deren Abschluss, als Lucidiscena eine Mietanfrage für eine große Produktion eines italienischen Fernsehsenders erhielt, diese jedoch nicht bedienen konnte, da bereits sämtliche TWYN des Unternehmens für eine andere Show gebucht waren. „Noch während der Vasco-Tour erhielten wir eine Anfrage für eine große Show eines nationalen Fernsehsenders“, berichtet Loconsole. „Leider konnten wir die Produktion nicht unterstützen, weil bereits alle Geräte vollständig ausgebucht waren.“

Für einen Scheinwerfer, der gerade rechtzeitig zu seinem ersten großen Stadioneinsatz auf den Markt gekommen war, bedeutete dies eine schnelle und eindeutige Bestätigung. „Die Bühne war in diesem Jahr deutlich kraftvoller und heller als bei den vorangegangenen Produktionen“, resümiert Loconsole. „Der TWYN erwies sich als echte Entdeckung und trug zweifellos maßgeblich zum Gesamterfolg bei.“

Kategorie
Konzert & Touring
Lichtdesign
Beteiligte Produkte
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Bari
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Bilder: Bari
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